10. September 2026
Pretty Yende in Riga: Heimkehr einer internationalen Opernkarriere
Pretty Yende kehrt am 18. September an die Lettische Nationaloper zurück – an den Ort, an dem ihre professionelle Bühnenkarriere begann. Die südafrikanische Sopranistin singt in Riga ein Solokonzert mit dem Orchester der Lettischen Nationaloper unter Pablo Mielgo und spannt dabei einen Bogen von Verdi und Bellini über Gounod und Dvořák bis zu Offenbach und Johann Strauss.
Mainz/Riga - Für Pretty Yende ist der Auftritt am 18. September in Riga mehr als ein weiteres Gastspiel. Die südafrikanische Sopranistin kehrt an die Lettische Nationaloper zurück, an der ihre professionelle Bühnenkarriere begann. In der Großen Halle des Hauses steht sie nun als international etablierte Opernsängerin auf der Bühne, begleitet vom Orchester der Lettischen Nationaloper unter der Leitung des spanischen Dirigenten Pablo Mielgo. Das Konzert beginnt um 19 Uhr.
Yende debütierte in Riga als Micaëla in Bizets Carmen und trat dort anschließend bei mehreren Galakonzerten auf. Seit diesen frühen Auftritten hat sich ihre Karriere an die großen Opernhäuser der Welt entwickelt. Heute gastiert sie unter anderem an der Metropolitan Opera in New York, der Royal Opera in London, der Opéra national de Paris, der Wiener Staatsoper und der Mailänder Scala. Die Lettische Nationaloper bezeichnet Riga ausdrücklich als den Ausgangspunkt ihrer internationalen Karriere.
Das Konzertprogramm zeigt Yende in unterschiedlichen Repertoirewelten. Zu hören sind Auszüge aus Verdis La forza del destino, Il trovatore, Nabucco und I vespri siciliani, dazu Bellinis Norma, Gounods Faust, Dvořáks Rusalka, Offenbachs La vie parisienne und Johann Strauss’ Die Fledermaus. Damit reicht der Abend vom italienischen Belcanto über Verdis dramatisches Fach bis zur französischen Oper und zur Operette.
Gerade diese Zusammenstellung macht die Vielseitigkeit der Sängerin hörbar. Bellinis weit gespannte Melodielinien verlangen Geschmeidigkeit und eine kontrollierte Stimmführung, während Verdis Partien stärker auf dramatische Zuspitzung und charakteristische Textgestaltung setzen. In Gounods, Dvořáks und Offenbachs Musik kommen weitere stilistische Farben hinzu. Statt eine einzelne Bühnenfigur in den Mittelpunkt zu stellen, präsentiert der Abend Yende in einem breiten Querschnitt ihres Repertoires.
Am Pult steht Pablo Mielgo, der seit 2025 Musikdirektor der Florida Grand Opera und seit 2014 Chefdirigent des Orquestra Simfònica de les Illes Balears ist. Der in Madrid geborene Dirigent hat mit Orchestern und Opernhäusern auf fünf Kontinenten gearbeitet und verbindet seine internationale Tätigkeit regelmäßig mit Opern- und Konzertprojekten.
Für die Lettische Nationaloper ist Yendes Konzert Teil eines Saisonprogramms, das internationale Opernstars mit dem eigenen Orchester und Ensemble zusammenführt. Am 4. November folgt ein Solokonzert des französischen Baritons Ludovic Tézier, der gemeinsam mit dem Orchester und dem Chor des Hauses unter der Leitung von Lorenzo Passerini auftreten wird.
Wenn Pretty Yende am 18. September in Riga auf die Bühne zurückkehrt, schließt sich damit ein Kreis: Aus dem Haus, an dem ihre professionelle Laufbahn begann, ist ein Ort geworden, an den sie heute als international gefeierte Sängerin zurückkehrt.

