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Barrie Kosky inszeniert Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ an der Wiener Staatsoper

Die Wiener Staatsoper zeigt am 22. November 2026 eine Neuproduktion von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos. Unter der musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst treffen Golda Schultz als Ariadne, Serena Sáenz als Zerbinetta und Daniel Behle als Bacchus aufeinander. Barrie Kosky inszeniert das Werk, in dem große Operntragik und turbulente Komödie auf ungewöhnliche Weise zusammenfinden.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Die Wiener Staatsoper
Die Wiener Staatsoper | © Michael Pöhn

Mainz/Wien - Was geschieht, wenn eine ernste Oper und eine Komödie am selben Abend um die Aufmerksamkeit des Publikums konkurrieren? Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos macht aus dieser Theater-im-Theater-Situation ein ebenso humorvolles wie musikalisch anspruchsvolles Spiel über Kunst, künstlerischen Ehrgeiz und die Frage, wie sich menschliche Gefühle auf der Bühne darstellen lassen.

Im Vorspiel erfährt ein junger Komponist, dass seine anspruchsvolle Oper auf Wunsch des Auftraggebers mit einer komischen Darbietung verbunden werden soll. Im anschließenden Opernteil begegnen sich Ariadne, die auf Naxos zurückgelassene Königstochter, und Zerbinetta, eine lebenskluge Komödiantin. Während Ariadne in ihrer Trauer verharrt, setzt Zerbinetta auf die Fähigkeit, sich dem Leben immer wieder neu zuzuwenden. Strauss verbindet weit gespannte spätromantische Gesangslinien mit virtuosen Koloraturen und den beweglichen Rhythmen der Commedia dell’arte.

Für die Neuproduktion an der Wiener Staatsoper übernimmt Golda Schultz die Partie der Ariadne, Serena Sáenz singt Zerbinetta und Daniel Behle den Bacchus. Kate Lindsey ist als Komponist zu erleben. Franz Welser-Möst dirigiert das Orchester der Wiener Staatsoper, Barrie Kosky führt Regie. Das Bühnenbild stammt von Rufus Didwiszus, die Kostüme gestaltet Victoria Behr.

Die Premiere findet am 22. November 2026 im Großen Saal der Wiener Staatsoper statt. Weitere Vorstellungen sind bis zum 5. Dezember angesetzt. Am 28. November wird die Produktion zudem live übertragen und erreicht damit auch ein Publikum außerhalb des Opernhauses.

Strauss’ Oper verhandelt das Verhältnis von Tragik und Komik nicht abstrakt, sondern im direkten Aufeinandertreffen ihrer Figuren. Ariadnes Schmerz und Zerbinettas Lebenskunst stehen zunächst unversöhnlich nebeneinander. Erst die Begegnung mit Bacchus eröffnet Ariadne eine neue Perspektive. Aus diesem Kontrast entsteht ein Werk, das zugleich die Grenzen künstlerischer Formen befragt und die Verwandlungskraft der Musik feiert.

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